
Nanga Parbat
Rupal-Tal und die höchste Wand der Erde
Die Südseite des Nanga Parbat: 4.600 Meter Fels und Eis am Stück, die größte Bergwand der Welt. Und davor ein grünes Tal, in dem kaum jemand unterwegs ist.
Urheber: Maariz, CC BY-SA 4.0
- Dauer
- 9 Tage
- Schwierigkeit
- Anspruchsvoll
- Höchster Punkt
- 3.600 m
- Distanz
- 55 km
- Beste Zeit
- Jun – Sep
- Budget vor Ort
- 50–90 € pro Tag
- Gruppengröße
- 4–10
Überblick
Die andere Seite des Berges
Fast alle fahren zu Fairy Meadows und sehen den Nanga Parbat von Norden. Das Rupal-Tal liegt auf der Südseite, und dort steht die höchste Bergwand der Erde: 4.600 Meter von der Talsohle bis zum Gipfel, in einem Stück. Zum Vergleich: die größte Wand der Alpen misst etwa 2.000 Meter.
Das Bemerkenswerte ist, wie wenige Menschen hierherkommen. Auf der Nordseite trifft man in der Saison ständig andere. Im Rupal-Tal kann es sein, dass ihr die einzige Gruppe im Basislager seid.
Anspruchsvoll, aber nicht hoch
Der höchste Punkt liegt bei 3.600 Metern. Trotzdem steht hier „anspruchsvoll“, und zwar wegen der Tageslängen, der Gletscherquerung am vierten Tag und weil die Infrastruktur dünner ist als im Norden. Es gibt Zeltlager statt Hütten und deutlich weniger Verkehr, falls etwas schiefgeht.
Warum ich es empfehle
Weil es der ehrlichste Ort ist, um zu verstehen, wie groß dieser Berg wirklich ist. Man sitzt auf 3.600 Metern, schaut hoch, und der Gipfel ist immer noch viereinhalb Kilometer über einem. Das ordnet ein.
Tag für Tag
1–2
Islamabad – Astore
Über den Karakoram Highway und das Astore-Tal. Zwei Fahrtage.
Tag 3
Astore – Tarashing
Jeep bis Tarashing auf 2.900 m. Erstes Mal die Wand von unten sehen.
Tag 4
Tarashing – Herrligkoffer Base Camp
Über den Chungphar-Gletscher zum Basislager auf 3.600 m, benannt nach dem deutschen Expeditionsleiter.
Tag 5
Ruhetag am Basislager
Ein Tag, an dem man nichts tut außer die Wand anzuschauen, wie sich das Licht darüber bewegt.
Tag 6
Latobah und Shaigiri
Höher ins Tal hinein zu den Sommerweiden. Von Shaigiri hat man den geschlossensten Blick auf die Rupal-Wand.
7–8
Rückweg nach Tarashing
Zurück durch das Tal, gemütlicher als der Hinweg.
Tag 9
Rückreise
Jeep nach Astore und weiter Richtung Islamabad oder Gilgit.
Praktisches
- Genehmigungen
- Keine Sondergenehmigung; Registrierung in Astore ist üblich.
- Visum
- E-Visum, Touristenvariante.
- Akklimatisierung
- Maximal 3.600 m, höhentechnisch also harmlos. Anstrengend ist die Länge der Tage, nicht die Höhe.
- Anreise
- Über Chilas oder Gilgit ins Astore-Tal, dann Jeep nach Tarashing.



