
Karakorum
Rakaposhi Base Camp
Fünf Tage, ein Siebentausender direkt vor der Nase und eine Wiese voller Yaks auf 3.500 Metern. Der beste Einstieg ins Karakorum, den ich kenne.
Urheber: Wasif Mehmood Arain, CC BY-SA 4.0
- Dauer
- 5 Tage
- Schwierigkeit
- Mittel
- Höchster Punkt
- 3.500 m
- Distanz
- 24 km
- Beste Zeit
- Mai – Okt
- Budget vor Ort
- 45–80 € pro Tag
- Gruppengröße
- 2–12
Überblick
Der beste Einstieg
Wenn mich jemand fragt, womit man im Karakorum anfangen soll, ist das hier meine Antwort. Fünf Tage, kein Gletscher zu queren, keine Höhenprobleme jenseits des Üblichen. Und trotzdem stehst du am dritten Tag auf einer Wiese und schaust auf eine Bergflanke, die sechstausend Meter am Stück nach oben geht. Es gibt in den Alpen nichts, was diesem Anblick entspricht. Die Eiger-Nordwand ist 1.800 Meter hoch.
Warum das günstig ist
Weil du keine Trägerkarawane brauchst. Es gibt einfache Unterkünfte in Hapakun und am Base Camp, Essen wird gekocht, ein Guide kostet wenig. Vierzig bis achtzig Euro am Tag decken hier wirklich alles ab. Eine vergleichbare Hüttentour in der Schweiz kostet das Doppelte, bei kleinerem Berg.
Wann du gehen solltest
Die Saison ist lang, von Mai bis Oktober. Im Juli und August ist es unten im Tal heiß, oben angenehm. Ende September wird es klar und kalt, und die Aprikosenbäume im Hunza-Tal färben sich. Das ist meine Lieblingszeit.
Tag für Tag
Tag 1
Nach Minapin
Anfahrt über den Karakoram Highway ins Nagar-Tal. Übernachtung im Dorf auf 2.000 m.
Tag 2
Minapin – Hapakun
Steiler Waldaufstieg, etwa 900 Höhenmeter. Am Nachmittag öffnet sich der Blick auf den Minapin-Gletscher.
Tag 3
Hapakun – Tagaphari (Base Camp)
Über die Gletschermoräne zur Wiese auf 3.500 m. Rakaposhi und Diran stehen dann direkt gegenüber, und man sitzt den halben Nachmittag nur da und schaut.
Tag 4
Ruhetag oder Erkundung
Höher hinauf Richtung Kacheli-Aussicht, oder einfach bleiben. Beides ist eine gute Entscheidung.
Tag 5
Abstieg nach Minapin
Derselbe Weg zurück, an einem Tag gut machbar.
Praktisches
- Genehmigungen
- Keine besonderen Genehmigungen nötig. Ein lokaler Guide ist trotzdem sinnvoll und günstig.
- Visum
- E-Visum. Für diese Route reicht die normale Touristenvariante.
- Akklimatisierung
- 3.500 m sind moderat, aber der Anstieg von 2.000 m in zwei Tagen ist zügig. Trink viel und geh langsam.
- Anreise
- Von Gilgit oder Karimabad in ein bis zwei Stunden nach Minapin.



