
Karakorum
K2 Base Camp und Concordia
Drei Wochen über den Baltoro-Gletscher zum Fuß des zweithöchsten Bergs der Erde. Der Trek, an dem sich alle anderen messen lassen müssen.
Urheber: Arsalan Majid, CC BY-SA 4.0
- Dauer
- 21 Tage
- Schwierigkeit
- Expedition
- Höchster Punkt
- 5.150 m
- Distanz
- 140 km
- Beste Zeit
- Jun – Sep
- Budget vor Ort
- 90–160 € pro Tag
- Gruppengröße
- 4–10
Überblick
Warum dieser Trek
Ich bin zehn Jahre in den Alpen unterwegs gewesen, und ich sage das ohne Koketterie: Der Baltoro spielt in einer anderen Liga. Technisch ist er kaum schwerer. Es sind die Maßstäbe. In den Alpen steht ein Gipfel. Auf Concordia stehst du in einem Kreis aus vier Achttausendern und merkst, dass dein Gehirn die Entfernungen nicht mehr richtig einschätzen kann. Was aussieht wie zwei Stunden, sind acht.
Das ist kein Trek für den ersten Urlaub in großer Höhe. Drei Wochen, davon zehn Tage auf Gletschermoräne, Zelt, kein Handyempfang, keine Hütte mit warmer Suppe. Aber es ist auch kein Bergsteigen: Wer in den Alpen mehrtägige Hüttentouren mit schwerem Rucksack gemacht hat und höhenverträglich ist, kann das hier gehen.
Was es kostet
Eine geführte Tour mit Koch, Trägern, Permits und Transport liegt bei etwa 90 bis 160 Euro pro Tag. Die Spanne hängt fast ausschließlich von der Gruppengröße ab. Das klingt nach viel, bis man es mit einer vergleichbar langen geführten Tour in Nepal oder Patagonien vergleicht. Essen und Unterkunft in Skardu und Islamabad kosten dagegen fast nichts.
Wie voll es ist
In der Hochsaison sind auf dem Baltoro vielleicht ein paar hundert Menschen gleichzeitig unterwegs, verteilt auf 62 Kilometer Gletscher. Zum Vergleich: Am Everest Base Camp Trek sind es in derselben Zeit Zehntausende. Du wirst abends andere Gruppen sehen. Du wirst nie anstehen.
Tag für Tag
Tag 1
Ankunft in Islamabad
Ankunft, Papiere sortieren, Ausrüstung durchgehen. Der erste Tag geht immer für Organisation drauf.
2–3
Nach Skardu
Flug nach Skardu, wenn das Wetter mitspielt, sonst zwei Tage über den Karakoram Highway. Der Landweg ist kein Verlust. Er zeigt dir, wie groß dieses Land ist.
Tag 4
Skardu nach Askole
Sieben Stunden Jeep über eine Piste, die stellenweise in den Fels gesprengt wurde. Askole ist das letzte Dorf. Danach gibt es nichts mehr.
5–7
Askole – Paiju
Zwei lange Tage am Braldu entlang, dann der erste Blick auf die Trango Towers. In Paiju wird ein Ruhetag eingelegt, bevor der Gletscher beginnt.
8–10
Auf den Baltoro
Der Gletscher ist kein Spaziergang: Geröll, Spalten, ständiges Auf und Ab. Urdukas, Goro II. Abends steht Masherbrum in der Sonne.
11–12
Concordia
Der Moment, für den Leute hierher kommen. K2, Broad Peak, die Gasherbrums, alles gleichzeitig und alles über 8.000 Meter. Ein Ruhetag ist Pflicht, nicht Luxus.
Tag 13
K2 Base Camp
Tagestour zum Base Camp auf 5.150 m und zum Gilkey Memorial. Ein stiller Ort. Man wird dort oben sehr schnell demütig.
14–18
Rückweg
Denselben Weg zurück nach Askole. Bergab geht es schneller, aber die Knie merken sich den Gletscher.
19–21
Skardu und Rückflug
Zurück nach Skardu, weiter nach Islamabad. Der letzte Abend fühlt sich immer zu früh an.
Praktisches
- Genehmigungen
- Für den Trek bis Concordia und zum K2 Base Camp brauchst du keine Gipfelgenehmigung, aber eine Registrierung für den Central Karakoram National Park. Ein lokaler Veranstalter erledigt das.
- Visum
- Pakistan bietet ein E-Visum für deutsche Staatsangehörige an. Für Trekking-Reisen wird in der Regel eine Einladung oder Buchungsbestätigung eines lokalen Anbieters verlangt.
- Akklimatisierung
- Concordia liegt auf 4.600 m, das Base Camp auf 5.150 m. Der Anstieg über acht Tage ist ausreichend langsam, wenn du die Ruhetage wirklich nimmst. Nimm sie.
- Anreise
- Flug nach Islamabad, dann Inlandsflug nach Skardu (häufig wetterbedingt gestrichen) oder zwei Tage Fahrt über den Karakoram Highway.




