
Karakorum
Gondogoro La
Der Baltoro hinauf, über einen 5.585 Meter hohen vergletscherten Pass und ins Hushe-Tal hinunter. Kein Rückweg auf demselben Weg, dafür Steigeisen und Fixseile.
Urheber: Muhammadbinmasood, CC BY-SA 4.0
- Dauer
- 18 Tage
- Schwierigkeit
- Expedition
- Höchster Punkt
- 5.585 m
- Distanz
- 130 km
- Beste Zeit
- Jul – Sep
- Budget vor Ort
- 100–170 € pro Tag
- Gruppengröße
- 4–8
Überblick
Für wen das ist
Der Gondogoro La ist die anspruchsvollere Schwester des K2-Base-Camp-Treks. Bis Concordia ist es derselbe Weg. Der Unterschied kommt am zwölften Tag: ein vergletscherter Pass auf 5.585 Metern, der nachts angegangen wird, mit Steigeisen, Seil und Fixseilen im obersten Steilstück.
Das ist kein technisches Bergsteigen, aber es ist auch nicht mehr Wandern. Wer in den Alpen schon Hochtouren im Seilverband gegangen ist, weiß, was ihn erwartet. Wer das noch nie gemacht hat, sollte den K2-Trek gehen und danach entscheiden.
Warum sich der Aufwand lohnt
Weil du nicht denselben Weg zurückgehst. Der Baltoro hinauf und ins Hushe-Tal hinunter ergibt eine echte Durchquerung: zwei Wochen Eis, Geröll und Höhe, und dann steigst du in ein bewohntes, grünes Tal mit Aprikosenbäumen ab. Dieser Kontrast ist der eigentliche Grund für diese Route.
Ehrlich zur Sicherheit
Der Pass wird von lokalen Teams jedes Jahr neu mit Fixseilen eingerichtet, und die Bedingungen wechseln. Bei schlechtem Wetter oder schlechtem Schnee wird nicht gegangen. Ein guter Veranstalter sagt die Überschreitung ab und geht den Baltoro zurück. Das ist die richtige Entscheidung, auch wenn sie sich in dem Moment falsch anfühlt.
Tag für Tag
1–4
Islamabad, Skardu, Askole
Wie beim K2-Trek: Anreise, Formalitäten, Jeep bis zum letzten Dorf.
5–10
Über den Baltoro nach Concordia
Paiju, Urdukas, Goro. Derselbe Gletscher, dasselbe Staunen.
11
Ali Camp
Kurzer Tag zum Hochlager unter dem Pass. Früh schlafen, es wird eine sehr kurze Nacht.
12
Gondogoro La, 5.585 m
Aufbruch gegen ein Uhr nachts, weil der Gletscher gefroren sein muss. Steigeisen, Seil, Fixseile im Steilstück. Oben, wenn die Sonne kommt, stehen vier Achttausender hinter dir. Der Abstieg nach Süden ist lang und steil.
13–15
Hushe-Tal
Bergab durch Khuispang und Saicho nach Hushe. Nach zwei Wochen auf Eis und Geröll wirkt das erste Gras beinahe aufdringlich grün.
16–18
Skardu und Rückreise
Jeep nach Skardu, dann zurück nach Islamabad.
Praktisches
- Genehmigungen
- Registrierung für den Central Karakoram National Park plus eine gesonderte Erlaubnis für die Passüberschreitung. Läuft über den lokalen Veranstalter.
- Visum
- E-Visum mit Buchungsbestätigung eines lokalen Anbieters.
- Akklimatisierung
- Elf Tage bis zum Ali Camp sind eine gute Vorbereitung auf 5.585 m. Der Pass wird trotzdem in einem einzigen langen Anstieg genommen.
- Anreise
- Wie beim K2-Trek über Islamabad und Skardu; die Rückfahrt startet in Hushe statt in Askole.



