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Beyond Pakistan
Nanga Parbat über den Wiesen von Fairy Meadows

Nanga Parbat

Fairy Meadows und Nanga Parbat Base Camp

Acht Tage am neunthöchsten Berg der Welt, mit einer Wiese davor, die ihren kitschigen Namen tatsächlich verdient. Der zugänglichste große Trek Pakistans.

Urheber: Zaki Khan89, CC BY-SA 4.0

Dauer
8 Tage
Schwierigkeit
Mittel
Höchster Punkt
4.200 m
Distanz
45 km
Beste Zeit
Mai – Sep
Budget vor Ort
40–75 € pro Tag
Gruppengröße
2–12

Überblick

Ein Name, der stimmt

„Fairy Meadows“ klingt nach Reisekatalog, und ich war entsprechend skeptisch. Der Name stammt von deutschen Bergsteigern der 1930er Jahre und heißt übersetzt Märchenwiese. Und dann steht man auf 3.300 Metern in einem Zirbenwald, davor eine offene Weide, und dahinter geht der Nanga Parbat 4.800 Meter am Stück nach oben. Der Name ist in Ordnung.

Warum das der richtige erste Trek ist

Es gibt Hütten. Es gibt gekochtes Essen. Der höchste Punkt liegt bei 4.200 Metern und wird als Tagestour ohne Gepäck erreicht. Du brauchst keine Gletschererfahrung und kein Zelt. Wer in den Alpen mehrtägige Hüttentouren geht, ist hier vollkommen richtig. Und trotzdem steht ein Achttausender vor dir.

Zu den Kosten

Vierzig bis fünfundsiebzig Euro pro Tag, inklusive Unterkunft, Essen, Guide und Jeep. Eine Nacht in der Hütte kostet einen Bruchteil einer Alpenvereinshütte, und das Essen ist reichlich. Der größte Einzelposten ist die Anfahrt.

Ehrlich zur Anfahrt

Die Jeep-Piste von Raikot Bridge nach Tato hat einen Ruf, und der ist verdient. Sie ist schmal, sie ist ausgesetzt, und sie wird von Fahrern befahren, die sie seit dreißig Jahren kennen. Wenn dir Ausgesetztheit im Auto Probleme macht, solltest du das vorher wissen.

Tag für Tag

  1. Tag 1

    Islamabad – Chilas

    Langer Fahrtag über den Karakoram Highway. Die Strecke selbst ist schon eine Sehenswürdigkeit.

  2. Tag 2

    Nach Tato und aufwärts

    Jeep auf einer Piste, die man einmal gefahren sein muss, dann drei Stunden zu Fuß nach Fairy Meadows.

  3. Tag 3

    Fairy Meadows

    Akklimatisierungstag. Spazieren, sitzen, den Berg anschauen. Abends wird es empfindlich kalt.

  4. Tag 4

    Beyal Camp

    Zwei bis drei Stunden höher auf 3.500 m, näher an den Rakhiot-Gletscher heran.

  5. Tag 5

    Nanga Parbat Base Camp, 4.200 m

    Tagestour zum Base Camp und zum Aussichtspunkt am Gletscher. Von hier aus siehst du die gesamte Rakhiot-Wand.

  6. Tag 6

    Zurück nach Fairy Meadows

    Gemütlicher Abstieg, letzter Abend auf der Wiese.

  7. 7–8

    Rückreise

    Abstieg nach Tato, Jeep, dann zurück nach Islamabad oder weiter nach Hunza.

Praktisches

Genehmigungen
Keine Sondergenehmigung nötig; vor Ort werden kleine Eintrittsgebühren erhoben.
Visum
E-Visum, Touristenvariante.
Akklimatisierung
Fairy Meadows auf 3.300 m, Base Camp auf 4.200 m. Der Ruhetag am dritten Tag ist wichtiger, als er klingt.
Anreise
Von Islamabad ein bis zwei Tage über den Karakoram Highway nach Raikot Bridge, dann Jeep nach Tato.

Bilder

Weiter Blick auf die Nordflanke des Nanga Parbat
Weiter Blick auf die Nordflanke des Nanga Parbat · Sirgroh1, CC BY-SA 3.0
Das Beyal Camp oberhalb von Fairy Meadows
Das Beyal Camp oberhalb von Fairy Meadows · Emad ul Hassan, CC BY-SA 4.0
Abendlicht am Beyal Camp
Abendlicht am Beyal Camp · Emad ul Hassan, CC BY-SA 4.0
Die Anfahrt über den Karakoram Highway
Die Anfahrt über den Karakoram Highway · Khurramshabbir, CC BY-SA 4.0