
Deosai & Skardu
Deosai-Hochebene und Skardu
Die zweithöchste Hochebene der Welt: eine Steppe auf 4.000 Metern, im Juli voller Blumen und Braunbären. Dazu Skardu, Shigar und die kalte Wüste von Sarfaranga.
Urheber: Qammer Wazir, CC BY-SA 4.0
- Dauer
- 9 Tage
- Schwierigkeit
- Einfach
- Höchster Punkt
- 4.100 m
- Beste Zeit
- Jul – Sep
- Budget vor Ort
- 40–70 € pro Tag
- Gruppengröße
- 2–10
Überblick
Eine Steppe auf viertausend Metern
Deosai heißt in etwa „Land der Riesen“. Es ist eine Hochebene von rund dreitausend Quadratkilometern, die zwischen Juli und September schneefrei und dann von Wildblumen überzogen ist. Es gibt keine Bäume. Es gibt Bäche, Murmeltiere, Füchse und etwa fünfzig Himalaya-Braunbären.
Was mich daran fasziniert, ist die Leere. In den Alpen ist jeder Quadratkilometer erschlossen. Hier fährt man Stunden über eine Ebene, die genauso aussieht wie vor tausend Jahren.
Kombination mit Skardu
Skardu selbst ist der Ausgangspunkt aller großen Karakorum-Expeditionen und hat genug für ein paar Tage: das Fort über der Stadt, das Shigar-Tal, und die Sarfaranga-Kaltwüste, in der tatsächlich Sanddünen zwischen Siebentausendern liegen.
Kosten und Aufwand
Vierzig bis siebzig Euro pro Tag, mit Jeep, Fahrer und Unterkunft. Deosai selbst erfordert einen Geländewagen. Die Piste ist rau, aber nicht gefährlich. Körperlich ist die ganze Reise anspruchslos; anstrengend ist allein die Höhe und die Kälte nachts.
Wann
Nur Juli bis September. Davor und danach liegt die Ebene unter Schnee und ist gesperrt.
Tag für Tag
1–2
Anreise nach Skardu
Flug oder zwei Tage Fahrt. Skardu liegt auf 2.200 m am Indus.
Tag 3
Skardu und Umgebung
Kharpocho-Fort über der Stadt, der Satpara-See, der Basar.
Tag 4
Shigar-Tal
Fahrt ins Shigar-Tal zum restaurierten Fort aus dem 17. Jahrhundert. Von hier brechen die Baltoro-Expeditionen auf.
Tag 5
Sarfaranga-Kaltwüste
Sanddünen auf 2.200 Metern, umgeben von Siebentausendern. Eine der eigenartigsten Landschaften, die ich kenne.
Tag 6
Hinauf nach Deosai
Über den Sadpara-Pass auf die Hochebene. Ab 4.000 Metern hört der Baum auf und es beginnt eine Steppe, die bis zum Horizont geht.
Tag 7
Sheosar-See und Bärenbeobachtung
Der See auf 4.142 m, dazu die Chance auf Braunbären in sicherer Entfernung. Übernachtung im Camp auf der Ebene, sehr kalt und sehr sternenklar.
Tag 8
Deosai nach Astore oder zurück
Durchquerung der Ebene Richtung Astore, oder zurück nach Skardu.
Tag 9
Rückreise
Ab Skardu oder Gilgit.
Praktisches
- Genehmigungen
- Nationalparkgebühr für Deosai wird am Eingang bezahlt.
- Visum
- E-Visum, Touristenvariante.
- Akklimatisierung
- Deosai liegt konstant um 4.000 m. Wer aus Skardu (2.200 m) hochfährt, sollte dort nicht am ersten Tag übernachten.
- Anreise
- Flug Islamabad–Skardu oder zwei Tage über den Karakoram Highway.



